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Tierarztpraxis
Dr. med. vet. Kathrin Reuter |
Weimarerstr.81 21107
Hamburg Tel.: 040 / 753 38 66 |
Wählen Sie einen Problembereich aus. Die Erklärungen
sind speziell für Hunde und Katzen.
Blasensteine beim Hund
Erkrankungen der harnableitenden Wege bei der Katze
Blasensteine beim Hund und Erkrankungen der
harnableitenden Wege der Katze entstehen, wenn sich in den Harnorganen Ihres Tieres Steine
oder Kristalle bilden. Diese können massive Verletzungen hervorrufen oder zu
vollständigen Blockaden der harnableitenden Wege führen, so daß keine Urinausscheidung
mehr möglich ist.
Steine oder Kristalle können sich als Folge
einer ungeeigneten Fütterung über einen längeren Zeitraum, durch Harnwegsinfektionen
oder aufgrund erblicher Veranlagung bilden. Da die meisten Steine aus Ammonium, Magnesium
und Phosphor bestehen, also aus Substanzen, die in normalem Futter vorhanden sind, liegt
das Geheimnis der Vorsorge oder Auflösung solcher Steine in der Fütterung einer Diät,
die einen reduzierten Gehalt an diesen Mineralstoffen aufweist. Die Behandlung von
Harnwegsinfektionen und die Ernährung mit einem Futter, das einen sauren Urin bewirkt,
kann vor erneuter Stein- und Kristallbildung schützen und selbst in bereits lange
bestehenden Fällen helfen.
Das wichtigste Behandlungsziel ist es, dem erneuten
Auftreten dieser Probleme vorzubeugen.
MÖGLICHE URSACHEN UND
RISIKOFAKTOREN:
- Infektionen des Harntraktes.
- Ernährung mit einem Futter, das einen ungeeignet hohen Gehalt an
bestimmten Mineralstoffen wie Phosphor und Magnesium aufweist und über einen langen
Zeitraum gegeben wird.
- Seltener Urinabsatz infolge geringer Wasseraufnahme oder fehlende
Möglichkeit der Wasseraufnahme oder unvollständige Blasenentleerung durch Obstruktion.
- Futter, das nicht die erforderliche Ansäuerung des Urins bewirkt.
- Vererbung. Bei einigen Rassen treten diese Probleme häufiger auf.
- Bestimmte Stoffwechselanomalien bei einigen Tieren.
Ihr Tierarzt
empfiehlt:
- Behandlung der Harnwegsinfektionen mit Antibiotika, die injiziert
oder in Tablettenform verabreicht werden.
- Ernährung mit einer Diät, die verminderte Gehalte an Bestandteilen
aufweist, die in Kristallen und Steinen vorhanden sind, außerdem einen sauren Urin
bewirkt und eine spezielle Zusammensetzung hat, um Steine oder Kristalle aufzulösen, oder
dazu beizutragen, daß in Zukunft einer erneuten Stein- und Kristallbildung vorgebeugt
wird.Für die vollständige Wirksamkeit der Therapie können zusätzliche Medikamente
notwendig sein.
- Operation zur Beseitigung einer Blockade. In diesen Fall befolgen Sie
bitte die tierärztlichen Anweisungen zur häuslichen Pflege sehr genau.
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Diabetes (Zuckerkrankheit)
Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, die durch
hohe Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Diabetes mellitus tritt gewöhnlich dann auf,
wenn das Pankreas (Bauchspeicheldrüse) nicht mehr in der Lage ist, in ausreichendem Maße
Insulin zu produzieren. Betroffene Tiere zeigen Schwäche, vermehrten Durst, häufigen
Urinabsatz, gesteigerten Appetit und Gewichtsverlust; später sind Appetitlosigkeit,
gestörtes Allgemeinbefinden und Erbrechen möglich. Durch eine geeignete Behandlung kann
der Gesundheitszustand erhalten und eine Vielzahl dieser Probleme vermieden werden.
MÖGLICHE URSACHEN UND
RISIKOFAKTOREN:
- Entzündung oder Schädigung des Pankreas.
- Stoffwechselveränderungen im Zusammenhang mit Übergewicht.
- Vererbung und Geschlecht. Bei einigen Rassen tritt diese Erkrankung
häufiger als bei anderen auf; Hündinnen und Kater sind häufiger betroffen.
- Andere hormonelle Störungen sowie Medikamente zur Verhinderung der
Läufigkeit.
Ihr Tierarzt empfiehlt:
- Die Injektion von Insulin, streng nach Anordnung Ihres Tierarztes.
- Ausschließliche Fütterung der verordneten Diät; Menge und
Zeitpunkt streng nach Anordnung, wobei die Kalorienaufnahme genau kontrolliert werden
muß.
- Rohfaserreiche Ernährung, die so zusammengesetzt ist, daß die
Glukose (Zucker) langsam absorbiert wird, so daß Schwankungen des Blutzuckerspiegels
minimiert werden.
- Tägliche mäßige und konstante körperliche Bewegung.
- Verringerung des Übergewichtes und ständige Gewichtskontrolle.
- Kastration von Hündinnen.
- Zuverlässige Einhaltung der Kontrolltermine bei Ihrem Tierarzt.
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Verletzungen/Operationen/Genesung
In der besonderen Phase der Genesung nach
Verletzungen oder Operationen benötigt der Organismus Ihres Tieres besonders viel Energie
und spezielle Nährstoffe die den Heilungsprozeß fördern und die Infektionsgefahr
minimieren. Sie können Ihrem Tier helfen, indem Sie ihm die bestmögliche Ernährung
bieten. Kann ein verletztes Tier seinen besonderen Nährstoffbedarf nicht über das Futter
decken, so muß der Organismus seine Reserven angreifen. Dies führt zur Gewichtsabnahme,
Schwäche und rascher Verschlechterung des Zustandes.
MÖGLICHE URSACHEN UND
RISIKOFAKTOREN:
- Verletzungen durch Unfälle, Kämpfe oder Verbrennungen
- Streß durch Operationen oder Erkrankungen
- Krebs und Krebstherapie
- Bakterielle oder virale Infektionen
- Anämie
- Fieber und Schmerzen
Ihr Tierarzt empfiehlt:
- Verabreichung spezieller Medikamente zur Krankheits- und
Schmerzbekämpfung, wie von Ihrem Tierarzt verordnet.
- Sorgfältige Pflege, um die Erholung zu fördern.
- Unterstützen Sie Ihr Tier, eine zur Förderung der Genesung
geeignete Diät aufzunehmen
Wahl einer Diät, die leicht verdaulich ist und einen ausgewogenen
Gehalt an Protein, Fett, Energie und Mineralstoffen aufweist.
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Verdauungsstörungen
(Maldigestion/Malabsorption)
Als Maldigestion und/oder Malabsorption bezeichnet
man allgemein Verdauungsstörungen, die unterschiedliche Ursachen haben können.
Krankheiten, die Maldigestion oder Malabsorption verursachen, rufen normalerweise
Durchfall hervor. Je nach Ursache, kann das Problem kurzzeitig auftreten und leicht zu
behandeln sein oder auch länger anhalten und somit eine gründliche Untersuchung durch
Ihren Tierarzt erforderlich machen.
Manchmal ist die Funktion des Pankreas
(Bauchspeicheldrüse) gestört. Das Pankreas produziert Enzyme, die als chemische
Substanzen zur Verdauung des Futters beitragen. Ist das Pankreas jedoch in seiner Funktion
beeinträchtigt oder erkrankt, so kann es keine ausreichenden Mengen an Enzymen
produzieren, die für die optimale Verdauung und Absorption der Nahrung notwendig sind.
Wenn dies der Fall ist, entsteht meist Durchfall.
MÖGLICHE URSACHEN UND
RISIKOFAKTOREN:
- Erkrankungen des Pankreas oder der Leber.
- Schädigung der Darmschleimhaut.
- Aufnahme giftiger Substanzen, verdorbenes Futter, fettreiche
Zwischenmahlzeiten oder Essensreste.
- Ungeeignetes Futter oder plötzlicher Futterwechsel.
Ihr Tierarzt empfiehlt:
- Fasten und die Verabreichung lebensnotwendiger Flüssigkeit nach
Anordnung Ihres Tierarztes. Um Bauchschmerzen und Infektionen zu bekämpfen, kann eine
medikamentöse Behandlung erforderlich sein, oder es müssen zusätzlich Pankreasenzyme
gegeben werden.
- Verteilen Sie die täglichen Futterrationen auf zahlreiche kleine
Portionen.
- Bieten Sie leichtverdauliches Futter an, das qualitativ hochwertiges
Eiweiß Fett und Kohlehydrate enthält.
- Meiden Sie schwer verdauliches Futter.
- Füttern Sie keine Leckerbissen oder Essensreste.
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Futtermittelallergie/-
intoleranz
Futterallergien sind Reaktionen auf bestimmte
Futterbestandteile, üblicherweise auf Protein. Gelegentlich kann eine
Futterunverträglichkeit auch als Reaktion auf bestimmte Futterzusatzstoffe auftreten.
Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen zeigen sich meist in Form von Hautreaktionen,
die Juckreiz verursachen, oder manchmal auch als Verdauungsstörungen, die zu Durchfall
führen.
MÖGLICHE URSACHEN UND
RISIKOFAKTOREN:
- Normalerweise handelt es sich um eine Reaktion auf spezifische, in
der Nahrung enthaltene Proteine, wie z. B. Rindfleisch, Milchprodukte, Fisch, Huhn oder
Weizen.
- Unverträglichkeit bestimmter Zusatzstoffe im Futter - dies kommt
jedoch eher selten vor.
- Eine bestehende Floh- oder Pollenallergie macht die
Unverträglichkeit von Futter eventuell deutlicher sichtbar.
Ihr Tierarzt
empfiehlt:
- Die Fütterung einer streng kontrollierten Diät - bis zu zehn Wochen
lang -, um festzustellen, was die Ursache des Problems ist.
- Verabreichung eines Futters, das nur eine oder zwei Proteinquellen
besitzt und nur Proteine enthält, die Ihr Tier zuvor wahrscheinlich niemals gefressen
hat.
- Futter, die Substanzen enthalten, von denen der Tierarzt annimmt,
daß sie allergieauslösend waren, sollten gemieden werden. Geben Sie nur die vom Tierarzt
empfohlene Diät, füttern Sie nichts zusätzlich.
- Füttern Sie die Diät konsequent und auf Dauer.
- Sorgen Sie dafür, daß regelmäßig wirksame Maßnahmen gegen
Parasitenbefall (Flöhe u.a.) ergriffen werden.
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Herzerkrankungen
Herzerkrankungen treten bei Hunden und Katzen aller
Altersgruppen auf, werden mit zunehmendem Alter jedoch häufiger beobachtet. In
fortgeschrittenen Stadien sind die häufigsten Krankheitssymptome nächtliches Husten,
Atembeschwerden, Schwäche und eventuell sogar Neigung zu Ohnmacht. In schweren Fällen
können stark verminderte physische Kondition und Schwellungen des Abdomens beobachtet
werden.
MÖGLICHE URSACHEN UND
RISIKOFAKTOREN:
- Funktionsstörungen der Herzklappen oder des Herzmuskels.
- Bakterielle oder virale Infektionen.
- Bestimmte Ernährungsmängel.
- Erbliche Probleme.
Ihr Tierarzt empfiehlt:
- Stationäre Aufnahme und spezielle medikamentelle Versorgung, um den
Patienten zu stabilisieren.
- Schützen Sie Ihr Tier während der Erholungsphase vor
Überanstrengung und extremen Umgebungstemperaturen.
- Ernähren Sie Ihr Tier mit einer natriumarmen Diät. Dies verringert
die Wassereinlagerung und somit die Arbeitsbelastung für das kranke Herz Ihres Tieres.
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Lebererkrankungen
Da die Leber für zahlreiche Stoffwechselvorgänge
des Organismus eine Schlüsselrolle spielt, ist die Schädigung durch eine Vielzahl
verschiedener Vorgänge möglich. Wenn die Leber Ihres Tieres nicht mehr richtig
funktioniert, können die unterschiedlichsten Symptome auftreten. Anzeichen einer
Lebererkrankung können gestörtes Allgemeinbefinden, mangelnder Appetit und
Gewichtsverlust, in extremeren Fällen Gelbsucht, Flüssigkeitseinlagerung oder Krämpfe
sein.
MÖGLICHE URSACHEN UND
RISIKOFAKTOREN:
- Bakterielle oder virale Infektion.
- Trauma und Schock.
- Vergiftungen.
- Vererbung. Manche Rassen neigen eher zu Lebererkrankungen als andere.
- Komplikationen von anderweitigen Erkrankungen.
Ihr Tierarzt
empfiehlt:
- Verabreichung spezieller Medikamente (mittels Injektion oder
Tabletten).
- Stationäre Aufnahme und Intensivpflege, falls notwendig.
- Die Verabreichung kleiner Futterportionen mehrmals täglich.
- Die Ernährung mit einer Diät, die einen verminderten Proteingehalt
sowie hochverdauliche Fette und Kohlehydrate aufweist. Erniedrigte Gehalte an qualitativ
hochwertigem Protein verringern die Ammoniakproduktion. Dies ist wichtig, da die erkrankte
Leber das anfallende Ammoniak nicht ausreichend beseitigen kann und dies zur
Beeinträchtigung der Gehirnfunktion führt.
- Die Ernährung mit einer natriumarmen Diät trägt dazu bei, die
Flüssigkeitsretention zu minimieren.
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Entzündliche
Magen-Darm-Erkrankung
Für Entzündungen des Magen-Darm-Traktes gibt es
eine Vielzahl verschiedener Bezeichnungen wie Gastritis, Enteritis oder Colitis - je
nachdem, welcher Organbereich betroffen ist (Magen, Dünndarm oder Dickdarm).
Hauptsymptome sind Erbrechen und Durchfall. Ihr Tier kann aber ebenso an Verstopfung,
gestörtem Allgemeinbefinden, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit leiden.
MÖGLICHE URSACHEN UND
RISIKOFAKTOREN:
- Gestörte Immunfunktion im Darmbereich.
- Bakterielle oder virale Infektionen.
- Ungeeignetes Futter oder plötzlicher Futterwechsel.
- Fette Zwischenmahlzeiten, Essensreste, giftige Substanzen, Pflanzen,
Fremdkörper oder verdorbenes Futter.
- Erkrankungen anderer Organe wie z.B. der Nieren.
- Trauma oder Streß.
- Bestimmte Parasiten (z.B. einige Magen-Darm-Würmer).
Ihr Tierarzt empfiehlt:
- Futterentzug für einen bestimmten Zeitraum.
- In Abhängigkeit von der Ursache und dem Schweregrad ordnet Ihr
Tierarzt Flüssigkeitsersatz, bestimmte Arzneimittel (z.B. Injektionen oder Tabletten) und
manchmal auch einen operativen Eingriff an.
- Weitere Untersuchungen, um die Ursachen des Problems herauszufinden.
- Fütterung in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt.
- Fütterung Ihres Tieres mit qualitativ hochwertigem Futter, das
hochverdaulich ist und insbesondere für Hunde wenig Fett enthält. Hierdurch wird die
Nährstoffaufnahme verbessert sowie das Risiko für Erbrechen und Durchfall gemindert.
- In einigen Fällen unterstützt die Gabe eines fettarmen,
rohfaserreichen Futters die Regulation der Darmbewegungen.
- Bieten Sie während der Behandlung eines Durchfalls kein schwer
verdauliches Futter an.
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Nierenerkrankungen
Eine der Hauptaufgaben der Nieren besteht darin, aus
dem Blut Abfallprodukte des Stoffwechsels herauszufiltern und mit dem Urin auszuscheiden.
Liegt eine Erkrankung oder Schädigung der Nieren vor, so ist ihre Funktion
beeinträchtigt. Folglich sammeln sich im Blut Abfallprodukte und verursachen
Krankheitssymptome.
Eine erkrankte Niere verliert zudem ihre Fähigkeit,
den Urin zu konzentrieren. Ihr Tier setzt von Tag zu Tag mehr Urin ab und trinkt zum
Ausgleich immer mehr Wasser. Dies sind die häufigsten Anzeichen einer Nierenerkrankung.
Die richtige Behandlung kann eine Vielzahl der
Symptome unter Kontrolle bringen, zugleich verbessert sie die Lebensqualität Ihres
Tieres.
MÖGLICHE
URSACHEN UND RISIKOFAKTOREN:
- Altersbedingte Einschränkung der Nierenfunktion.
- Erblichkeit; bei bestimmten Rassen können schon in jungen Jahren
Nierenprobleme auftreten.
- Bakterielle oder Virale Infektionen.
- Vergiftungen.
- Ernährungsbedingte Ursachen.
Ihr Tierarzt
empfiehlt:
- Weitere Untersuchungen, um die Ursache und das Ausmaß der Erkrankung
zu bestimmen.
- Die Fütterung einer Diät, die einen reduzierten Gehalt an
hochwertigem Protein aufweist, damit die Nieren weniger Abbauprodukte ausscheiden müssen
und somit die Krankheitssymptome gemindert werden.
- Die Fütterung einer salz- und phosphorarmen Diät, um weiteren
Schädigungen der Nieren vorzubeugen.
- Bieten Sie stets viel frisches, sauberes Wasser an.
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Adipositas/Übergewichte
Haustiere haben Übergewicht, wenn sie das
Idealgewicht ihrer Rasse, ihres Alters und ihres Körperbaus um mehr als 15%
überschreiten. Ebenso wie beim übergewichtigen Menschen steigt auch beim Tier das Risiko
für bestimmte Erkrankungen, z.B. Diabetes mellitus, Herzkrankheiten und
Beeinträchtigungen des Muskel- und Skelettsystems wie z.B. Arthritis. Übergewicht kann
den Gesamtzustand eines kranken Tieres zusätzlich beeinträchtigen und die
Lebenserwartung verkürzen.
MÖGLICHE URSACHEN UND
RISIKOFAKTOREN:
- Überfütterung insbesondere bei jungen Tieren.
- Das Durchstöbern von Küchenabfällen und zusätzliche Belohnungen
in Form von Leckerbissen.
- Kastrierte Tiere neigen dazu, mehr zu fressen. Sie nehmen zu, wenn
auf die Kalorienaufnahme nicht geachtet wird.
- Bewegungsmangel.
- Verminderte körperliche Aktivität aufgrund des höheren Alters.
- Vererbung und Rasse; bei bestimmten Rassen besteht eine größere
Anfälligkeit, übergewichtig zu werden.
Ihr Tierarzt
empfiehlt:
- Weitere Untersuchungen, um die Ursache des Problems herauszufinden.
- Festsetzung des Idealgewichtes. Anwendung eines tierärztlich
überwachten Programmes, um die Gewichtsreduktion zu fördern.
- Wahl eines Futters, das speziell für die Gewichtsreduktion
entwickelt wurde; einer rohfaserhaltigen Diät, damit Ihr Tier die gleiche Futtermenge wie
sonst bekommt, ohne zu hungern. Das Futter muß einen geringeren Kaloriengehalt aufweisen,
zur Vermeidung einer Mangelernährung jedoch alle notwendigen Nährstoffe enthalten.
Genaues Abmessen der Futtermenge, außerdem nur 2-3 Mahlzeiten pro Tag. Lassen Sie kein
Futter stehen, das für das Tier frei zugänglich ist.
- Füttern Sie keine Zwischenmahlzeiten oder Essensreste.
- Steigern Sie das körperliche Training langsam, entsprechend den
Anweisungen. Machen Sie mit Ihrem Hund mehrere kurze Spaziergänge.
- Nehmen Sie sich Zeit für Spielstunden mit Ihrer Katze.
- Gehen Sie mit Ihrem Tier regelmäßig zum Tierarzt, um es zu wiegen
und die Gewichtsabnahme fortlaufend aufzeichnen zu lassen.
- Sobald Ihr Tier das vom Tierarzt festgelegte Idealgewicht erreicht
hat, wählen Sie nun ein Futter, das weniger Kalorien und mehr Rohfasern enthält als das
übliche Futter, das Ihr Tier früher erhalten hat. So können Sie einer erneuten
Gewichtszunahme vorbeugen.
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Epilepsie bei Hund und Katze
Epilepsie gehört zur Gruppe der Anfallserkrankungen. Beim Tier zeigen
sich die Anfälle als Muskelkrämpfe. Sie können als anhaltende Muskelanspannungen oder
als Schüttelkrämpfe auftreten. Gleichzeitig beobachtet man oft Bewusstseinsverlust
(Ohnmacht), Halluzinationen, Verhaltens- und Wesensänderungen, Harn- und Kotabsatz sowie
verstärktes Speicheln. Häufig zeigen die am Boden liegenden Tiere Ruderbewegungen mit
ihren Beinen. Der Schweregrad der Anfälle kann sehr unterschiedlich ausgeprägt, die
Dauer der Anfälle kann stark variieren.
Man unterscheidet generell zwei Arten von Epilepsie:
- Die primäre Epilepsie ist eine angeborene Erkrankung. Sie tritt häufig bei
Kleinpudelrassen, Beagles und Collies auf. Die Tiere sind häufig schon älter als zwei
Jahre wenn der erste Anfall beobachtet wird.
- Die sekundäre Epilepsie ist nicht angeboren sondern tritt in Folge von anderen
Erkrankungen auf. Ursache können Infektionserkrankungen wie z.B. Staupe sein. Aber auch
andere innere Erkrankungen (Entzündungen, Organfunktionsstörungen etc.) können
Auslöser für eine sekundäre Epilepsie sein.
Wie sieht ein
epileptischer Anfall aus?
Typisch für einen Anfall ist, das er plötzlich wie aus heiterem
Himmel beginnt. Häufig erkennt Sie Ihr Tier nicht mehr und ist auch nicht mehr
ansprechbar. Dem aufmerksamen Besitzer können folgende Anzeichen auffallen:
Schwanzbeißen, Fliegenschnappen, Raserei, Angstzustände oder ähnliches. Die Tiere
stürzen zeitweise nieder, der Körper verkrampft sich, es besteht die Gefahr einer
Kiefersperre, die zu Zungenverletzungen führen kann. Nach einigen Sekunden bis
Minutenentwickeln sich rhythmische Krämpfe und Ruderbewegungen. Die Tiere kauen Speichel
zu Schaum, sie lassen jammernde und stöhnende Laute vernehmen, vielfach wird Kot und Urin
unkontrolliert abgesetzt. Der Anfall dauert oft nur wenige Minuten, danach lösen sich die
Krämpfe und das Tier liegt ruhig auf der Seite und erhebt sich bald wieder. Häufig sind
sie noch benommen und noch nicht wieder ansprechbar, erholen sich aber bald wieder. Die
Symptome sind nicht immer in dieser typischen Form zu beobachten und können deutlich
variieren. Die Anfälle können wesentlich schwächer ausgeprägt, zum Teil nur angedeutet
und flüchtig sein. Nicht immer sind die Krämpfe schnell vorbei, sie können auch
wesentlich länger dauern und zu einem lebensbedrohendem Zustand führen.
Was können Sie im Anfall für Ihr
Tier tun?
Treten anfallsähnliche Erscheinungen bei Ihren Tier auf, setzten Sie
sich umgehend zur Abklärung der Diagnose mit uns in Verbindung, wie leiten dann
diagnostische Maßnahmen wie Blutuntersuchungen etc. ein und werden eine entsprechende
Therapie einleiten.
Im Anfall selbst können Sie das Tier sofern möglich von äußeren Reizen abschirmen:
Radio und Fernseher aus, eventuell Raum abdunkeln, dem Tier ruhig zureden. Bitte versuchen
Sie nicht, dem Tier die Zunge aus dem Maul zu ziehen, weil dabei für Sie erhebliche
Verletzungsgefahr besteht.
Zur Therapie werden Antiepileptika eingesetzt, die regelmäßig und lebenslang nach
tierärztlicher Anweisung gegeben werden müssen. Zu Beginn der Therapie wird erst in 2
bis 3 Wochen nach Einsatz des Arzneimittels ein konstanter Wirkstoffspiegel erreicht.
Während dieser Zeit ist noch mit weiteren Anfällen zu rechnen. Anfänglich
Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Unlust, aber auch vermehrtes Fressen und zunehmender
Harnabsatz.
Alle Antiepileptika müssen regelmäßig, also als Dauertherapie gegeben werden. Bei
Absetzen des Medikamentes oder selbstständiger Dosisreduzierung durch den Besitzer,
können besonders schwere Anfälle provoziert werden, die unter Unständen lebensbedrohend
sein können. Auch bei gut eingestellten Patienten können mehrmals im Jahr Anfälle
auftreten, die dann in der Regel jedoch kürzer sind und oft weniger schwer verlaufen.
Was können Sie als
Tierbesitzer weiterhin für Ihr Tier tun?
- Die von uns angegebene Dosis sollte regelmäßig verabreicht werden, bei Nebenwirkungen
oder Wirkverlust treten Sie mit uns in Verbindung.
- Beobachten Sie Ihr Tier besonders sorgfältig, bei erhöhter Anfallsfrequenz oder beim
Gegenteil, also bei Teilnahmslosigkeit oder Müdigkeit Ihres Tieres melden Sie sich zur
neuen Einstellung der Medikamentendosis
- Auf keinen Fall dürfen Sie ohne Rücksprache mit uns die Medikamentendosis erhöhen,
reduzieren oder gar vollständig absetzen. Jede Therapieveränderung kann epileptische
Anfälle auslösen.
- Regelmäßige Kontrolle des Gesundheitszustandes Ihres Lieblings tragen zur optimalen
Behandlung bei. Der Wirkstoffspiegel des Arzneimittels ist von vielen Faktoren abhängig.
So spielen Darm-, Leber- und Nierenfunktion einen wichtige Rolle und anhand von
Blutuntersuchungen läßt sich die Funktion dieser Organe überprüfen. Um eine optimale
Konzentration des Antiepileptikums zu gewährleisten ist eine regelmäßige Kontrolle
über eine Blutuntersuchung sinnvoll.

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