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Tierarztpraxis Dr. med. vet. Kathrin Reuter |
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Weimarerstr.81 21107 Hamburg Tel.: 040 / 753 38 66 |
Seit Bestehen der Praxis widmet sich
Dr.Wagemann dem Spezialgebiet der Tierzahnheilkunde und bildet sich
kontinuierlich auf diesem Teilgebiet der Kleintiermedizin fort. Seit dem 1995 die
technischen und instrumentellen Voraussetzungen (Zahnbehandlungseinheit,
Dentalröntgengerät, Verarbeitung von lichthärtendem Kunststoff oder Amalgam
etc.) geschaffen wurden, behandelt Dr.Wagemann die verschiedenen
Zahnerkrankungen bei Hund und Katze auf dem derzeitigen Stand der Wissenschaft.
Zunächst wurden die eigenen Patienten behandelt, dann aber zunehmend auch
Patienten aus überweisenden Tierarztpraxen.
Wenn man sich den aparativen und instrumentellen Aufwand und das persönliche
Engagement vor Augen führt, der hinter der erfolgreichen Durchführung der
Zahnbehandlungen bei Hund und Katze steckt, erscheint es natürlich nicht für
jede Praxis sinnvoll sich auf diesem Teilgebiet zu engagieren und daher freuen
wir uns über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen Kollegen, die unsere
Spezialisierung für Ihre Patienten nutzen. An dieser Stelle möchten wir uns
noch mal für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Im folgenden sollen einige typische Erkrankungen und deren Behandlung
vorgestellt werden.
Fraktur der Milch(Eck)zähne und deren Folgen: Schmelzdefekte am bleibenden Zahn
Achten Sie bei Ihrem Welpen besonders auf die Milcheckzähne. Diese können beim
Spielen, Beißen auf harte Gegenstände oder durch andere Gewalteinwirkungen
abbrechen. Dann liegt in der Regel die Nervenhöhle frei und der Zahn blutet.
Die weitläufig verbreitete Ansicht einen abgebrochenen Milcheckzahn nicht
versorgen zu lassen weil er ohnehin bald gewechselt wird ist schlicht weg nicht
haltbar. Erstens verursacht auch ein abgebrochener Milchzahn heftige Schmerzen
und zweitens findet häufig über eine aufsteigende Infektion eine Schädigung der
Zahnanlagen des bleibenden (permanenten) Zahnes statt, was sich dann in
deutlichen Schmelzdefekten im bleibenden Gebiß darstellen kann.Durch den
offenen Nervenkanal können Bakterien aufsteigen und in die Kieferhöhle
eindringen. Es kann ein Wurzelspitzenabzess entstehen (siehe Photo), der nicht
nur schmerzhaft ist, sondern auch die Schmelzanlagen der bleibenden Zähne
beschädigen kann. Es entsteht ein Schmelzdefekt am Bleibenden Zahn. Der
Wurzelspitzenabcess kann via Fistel nach außen durchbrechen (siehe Photo). In
der überwiegenden Zahl der Fälle ist eine Extraktion der abgebrochenen Eckzähne
angezeigt.

unbehandelte Milchzahnfraktur mit Wurzelspitzenabcess und Fistel.
Persistierende Milcheckzähne
Der Wechsel der Eckzähne erfolgt beim Hund zwischen dem 5. und 6. Lebensmonat
und stellt häufig ein Problem dar. Wenn durch das Hochschieben der bleibenden
Eckzähne der Milcheckzahn nicht ausfällt, kommen die Eckzähne im Unterkiefer zu
weit innen nämlich zungenwärts raus und im Oberkiefer wachsen die bleibenden
Eckzähne vor den Milcheckzähnen hoch. Die Wurzeln der Milcheckzähne bekommen
keinen Druck, damit keinen Befehl sich zurück zu bilden und fallen aufgrund der
weiterbestehenden Wurzel nicht raus. Sie werden als „persistierende Milcheckzähne“
bezeichnet. Die Wurzel eines solchen Milcheckzahn ist häufig 3 x so lang wie
seine Krone und sie sollten extrahiert also gezogen werden, damit Folgeschäden
im Sinne von Zahnfehlstellungen (Engstand der bleibenden Unterkiefereckzähne)
vermieden werden. Nebenbei sammeln sich in den Zahnzwischenräumen von
verbleibenden Eckzähne massiv Speisereste und tragen zu ungenügender
Mundhygiene (Zahnstein, Mundgeruch) bei. Solche Milcheckzähne sollten natürlich
extrahiert werden, um weitere Komplikationen zu vermeiden.

Frontalansicht eines Unterkiefers mit „persistierenden Milcheckzähnen“ und steilgestellten in den Oberkiefer einbeissenden bleibenden Eckzähnen.
Engstand oder Steilstand der
Unterkiefereckzähne (Canini)
Ein häufiges kieferorthopädisches Problem sind zu eng bzw. steil stehende
Unterkiefereckzähne, die eine fachgerechte Korrektur erfordern, um
Komplikationen wie Einbisse in den Gaumen ev. sogar mit Eröffnung der
Nasenhöhle zu verhindern.
Dieses Problem kann zum einen durch die oben beschriebenen persistierenden
Milcheckzähne bei korrekter Unterkieferlänge oder aber durch einen zu kurzen
Unterkiefer entstehen. Im ersten Falle reicht häufig die Extraktion der
persistiernden Milcheckzähne und der Einsatz einer speziellen
kieferorthopädischen Dehnschraube aus, um die bleibenden Unterkiefereckzähne in
die richtige Position zu bringen. Durch Drehung der Gewindespindel der
Dehnschraube in bestimmten Zeitintervallen werden die Eckzähne kontrolliert
soweit auseinandergedrängt bis sich die Zähne in der richtigen Stellung
befinden. Bei bestimmten Fällen setzen wir alternativ zur Dehnschraube eine
Kunststoffaufbißschiene ein, um die Zähne in die gewünschte Stellung zu
bewegen.

beidseitiger Steilstand der Unterkiefereckzähne mit Einbiss in den Gaumen

nach Einsetzen einer kieferorthopädischen Unitek-Dehnschraube

Eckzähne nach Korrektur
Ist der Steilstand der Eckzähne durch einen zu kurzen Unterkiefer des Patienten bedingt, gestaltet sich die Korrektur häufig deutlich schwieriger, weil sich der Unterkiefereckzahn in vielen Fällen genau neben dem Oberkiefereckzahn befindet (siehe Photo). In einem solchen Falle müssen die Oberkiefereckzähne nach hinten bewegt werden, um für die Bewegung der Unterkiefereckzähne nach Außen Raum zu schaffen. Hierzu werden kieferorthopädische Gummiligaturen (power-chains) durch Knopfbrackets an den Eckzähnen des Oberkiefers befestigt und gleichzeitig an den Unterkiefereckzähnen die bekannte Dehnschraube eingesetzt. Durch diese Kombination haben wir auch in sehr schwierigen Fällen hervorragende Erfolge erziehlt.

powerchain an Knopf-brackets befestigt
Zahnfrakturen beim Erwachsenen Tier
Frische Zahnfrakturen
Alle frischen Zahnfrakturen sind, wie Sie sich sicher vorstellen können sehr
schmerzhaft. Das Problem dabei ist, das weder Hund noch Katze diesen Schmerz so
zum Ausdruck bringen, das der Besitzer darauf aufmerksam wird. Häufig findet
der Besitzer den abgebrochenen Zahn durch Zufall. Da die Tiere in der Regel
auch mit diesen großen Schmerzen fressen, schenken viele Besitzer einem
abgebrochenen Zahn nicht genügend Aufmerksamkeit. Wird der Zahn nicht möglichst
schnell und fachgerecht behandelt, stirbt der Nerv und die Blutversorgung über
eine Entzündung (Pulpitis) der zahnversorgenden Strukturen ab. Hierdurch
entsteht eine offene Verbindung von der Außenwelt zum Kieferknochen, die häufig
bakteriell infiziert wird und dann zu massiven Problemen (z.B.
Wurzelspitzenabzessen) führen kann. Leider werden viele Patienten erst in
diesem Zustand vorgestellt.
Frische Zahnfrakturen stellen einen Notfall dar. Wird der Zahn umgehend
behandelt sind die Aussichten, den Zahn am Leben zu erhalten gut.
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Frische Zahnfrakturen mit eröffnetem Wurzelkanal (Pulpa)
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Zahn nach Versorgung mit abschliessender Kunststofffüllung
Ältere Zahnfrakturen
Je länger der Zahn unversorgt bleibt, desto schlechter sind die Chancen auf
einen vitalen Zahn. Dennoch sollten auch ältere Zahnfrakturen versorgt werden, um
eine aufsteigende Infektion und die damit verbundenen Komplikationen (und
Kosten) zu vermeiden. Je nach Lage des Falles wird eine Wurzelkanalbehandlung
mit abschliessender Füllung durchgeführt. Nach einer Zahnfraktur kann nach
Wurzelkanalbehandlung auch eine Überkronung des abgebrochenen Zahnes erfolgen.
Letztendlich bleibt in einigen Fällen die Extraktion eines abgebrochenen Zahns
die Therapie der Wahl.

unbehandelte Eckzahnfraktur einer Katze mit Wurzelspitzenabzeß und Fisteln.
Karies beim Hund
Der medizinischen Definition nach finden wir Karies nur beim Hund, nicht aber bei
der Katze. Die Löcher im Zahn der Katze werden als feline odontoklstische
Resorptionen FORL bezeichnet und werden weiter unten beschrieben. Häufig ist
Karies ein Zufallsbefund etwa im Rahmen der Untersuchung der Maulhöhle bei der
jährlichen Impfung. Schreitet der Prozess jedoch fort, können durch
schmerzhafte entzündliche Prozesse Probleme beim Fressen oder Beißen auftreten.
Wie bei uns Menschen sollte der kariöse Defekt entfernt und mit einer
Füllungstherapie verschlossen werden, um ein weiteres Voranschreiten der Karies
und die daraus resultierenden Folgeschäden am Zahn zu verhindern. Häufig wird
die Diagnose bei der Untersuchung der Maulhöhle z.B. im Rahmen der jährlichen
Impfung entdeckt.
Karies vor der Behandlung in unserer Tierarztpraxis

Versorgter Kariesdefekt nach der Behandlung in unserer Tierarztpraxis durch Kunststofffüllung
FORL bei der Katze
Eine besondere Zahnerkrankung der Katze stellen Löcher in den Zähnen der Katze
dar, die als feline odontoklastische resorptive Läsionen (FORL: Feline
Odontoclastic Resorpitive Lesions) bezeichnet werden. Früher wurden die
Defekte. wegen ihrer Lokalisation als Neck Lesion bezeichnet. Nicht korrekt ist
die unter den Besitzern häufig verwendete Bezeichnung Katzenkaries, weil es
sich bei den Defekten definitionsgemäß eben nicht um Karies handelt. Die
Ursache für die Entstehung der Löcher ist noch weitgehend unbekannt. Es werden
neben viraler Genese, chronischer Maulschleimhautentzündung und
Autoimmunerkrankungen auch hormonbedingte Störungen im Kalziumstoffwechsel
diskutiert. Geklärt ist die Ursache der Entstehung bisher nicht. Es werden
körpereigen Zellen aktiviert (Odontoklasten) die Zahnhartsubstanz abbauen und
damit Löcher in den Schmelz machen. Zunächst kann nur der Schmelz betroffen
sein, bei Ausdehnung der Läsion wird dann auch das Dentin angegriffen bis dann
der Wurzelkanal freigelegt ist. Häufig brechen diese Zähne dann ab, ohne das
die Besitzer dem Tier die Zahnschmerzen ansehen.
Resorptive Läsionen gehören zu den häufigsten und schmerzhaftesten Erkrankungen
der Katze. Jede zweite Katze im Alter von 5 Jahren weist resorptive Läsionen
auf (Eickhoff, 2003).
Die Therapie der betroffenen Zähne besteht aus der Zahnextraktion, weil
Füllungen gleich welcher Art nur vorrübergehend halten. Die Erkrankung
schreitet auch unter der Füllung fort und führt zu einem baldigen Verlust
derselben. Im übrigen ist die Erkrankung keineswegs neu, sondern wurde bereits
1930 von Hopewell-Smith beschrieben.

Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen (FORL:Feline Odontoclastic Resorpitive Lesions)
Plasmazellgingivitis
Maulschleimhautentzündungen der Katze
Mundschleimhautentzündungen (Stomatitis) und Zahnfleischentzündungen
(Gingivitis) kommen bei der Katze sehr häufig in unterschiedlichem Ausmaß vor.
Häufig sind diese beiden Entzündungsformen Folgen einer Plaque und/oder
Zahnsteinbildung. Sie können aber auch Ausdruck von anderen
Allgemeinerkrankungen sein, weshalb der Maulhöhle der Katze bei der
Untersuchung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte.
Eine besondere Form der Entzündung stellt die sogenannte Plasmazellgingivitis
dar, die sich v.a. im Kieferwinkel manifestiert. (PHOTO, im Ordner
Plamazgingivitis). Als Ursache werden Autoimmunerkrankungen und/oder Folgen von
immunsuppressiven Virusinfektionen diskutiert. In der histologischen
Untersuchung finden sich massiv die namensgebenden Plasmazellen.
Bisher war die Behandlung der Plasmazellgingivitis recht unbefriedigend, seit
kurzem steht uns die Interferon-therapie als neue Behandlungmethode zur
Verfügung, mit der sehr gute Erfolge zu verzeichnen sind.

Plasmazellgingivitis
Therapie: Reihenextraktion und/oder Interferon-Therapie
Das mit Abstand häufigste Problem
bei Hund und Katze: Zahnstein
Wodurch entsteht er, was sind die Folgen?
Zahnstein ist die am häufigsten auftretende Erkrankung der Maulhöhle bei Hund
und Katze. Fast 100% der Hunde und Katzen über 3 Jahre haben Zahnstein. Die
Vorstufe von Zahnstein ist eine dünne gel-artige mit Bakterien besiedelte
Schmierschicht, die den Zahn bedeckt und „Plaque“ genannt wird. Wenn erst
einmal Plaque gebildet ist setzt sich diese Masse zwischen Zahnfleisch und Zahn
fest und vermindert die Selbstreinigungskraft des Gebisses. Hierdurch entsteht
eine Entzündung am Zahnfleisch (Gingivitis). Sie ist erkennbar an der
deutlichen Rötung und Schwellung des Zahnfleisches und ist bereits in diesem
Zustand schmerzhaft, auch wenn Ihr Tier weiterhin frißt. In diesem Stadium ist
die Erkrankung des Zahnfleisches durch eine sachgerechte Behandlung ohne
größere Probleme in den Griff zu bekommen und es werden weiteres Leid für das
Tier und Kosten für den Besitzer vermieden.

Gingivitis (Zahnfleischentzündung) bei einer Katze
Wird der Plaque nicht entfernt, breiten sich
die bakterienhaltigen Massen weiter zwischen Zahn und Zahnfleisch aus und es
entsteht durch Mineralisierung Zahnstein. Die chronische Entzündung führt zu
einer Zerstörung des Zahnhalteapparates und zu allmählichen Zerstörung des
Kieferknochens. Wir sprechen dann von einer Parodontitis (gerne auch
fälschlicherweise als Parodontose bezeichnet). Erfolgt keine Behandlung dieser
Erkrankung kommt es zur Lockerung des betroffenen Zähne und letztlich zum
Zahnausfall. Auch in diesem Stadium hat Ihr Tier Schmerzen, auch wenn es nicht
so aussieht und Ihr Liebling noch Futter aufnehmen sollte. Am Zahnstein kommt
es zu einer eitrigen Besiedlung der Zähne und des Zahnfleische mit
krankmachenden Eiter- und Fäulniserregern, wodurch die Tiere einen unangenehmen
Mundgeruch entwickeln. Die eitrigen Veränderungen können soweit voranschreiten,
das sie als Abzess nach Außen z.B. unter dem Auge durchbrechen oder beim
Durchbruch in die Nasenhöhle zu Nasenausfluß und Nasenbluten führen.
Durch die dauerhafte Besiedlung der Maulhöhle werden ständig krankmachende
(pathogene) Bakterien abgeschluckt oder gelangen durch die Entzündungen der
Maulhöhle ins Blut. Von dort können sie alle Organe des Tieres erreichen und
ihre Krankmachende Wirkung an den entsprechenden Organen Ihres Tieres
entfalten. Herzklappenentzündungen mit daraus resultierende Herzerkrankungen
können ebenso wie schwere Leber- oder Nierenerkrankungen eine Folge der
ständigen Besiedlung des Körpers mit Bakterien aus der Maulhöhle sein.
Auch für den Besitzer besteht natürlich ein nicht zu unterschätzendes
Infektionsrisiko, das von den Bakterien der Maulhöhle seines Tieres ausgeht,
und übel riecht es allemal.
Was kann man gegen vorhandenen Zahnstein tun ?
Ist Zahnstein erst einmal gebildet, sollte er um weitere Schäden für das Tier
und weitere Kosten für den Besitzer zu vermeiden möglichst umgehend entfernt
werden. Zur Zahnsanierung bekommen Sie in unserer Praxis einen Termin, da wir
den Zahnstein mit Ultraschall entfernen. Nach der Entfernung des Zahnsteins
raten wir dringend zur Politur, weil dadurch die Zahnoberfläche maximal
geglättet wird und sich der Zeitraum zur nächsten Zahnsteinbildung deutlich
verlängert. Neuerdings kann auch ein mikrokristalliner Wachs als Versiegelung
auf die vom Zahnstein befreiten Zähne aufgebracht werden, was ebenfalls über
eine glatte Zahnoberfläche zur besseren Mundhygiene beträgt. Dieses Wachs soll
dann zu Hause vom Besitzer ein bis zwei mal wöchentlich aufgebracht werden. Nach
unserer Ansicht ist das regelmäßige Putzen der Zähne die effektivste
Zahnsteinprophylaxe, denn wer das Wachs auf die Zähne seines Hundes oder seiner
Katze auftragen kann, sollte auch mit dem Putzen der Zähne keine Probleme
haben.
Wichtig:
Gerade bei alten und/oder herzkranken Patienten raten wir wegen der oben
beschriebenen Folgen der chronischen Entzündungen der Maulhöhle dringend zur
Zahnsanierung. Der Hauptgrund einer Unterlassenen Zahnsanierung scheint die
Angst der Besitzer vor der Narkose zu sein. In unserer Praxis ist die
erforderlichen Narkose dem Patienten angepasst und gut steuerbar und damit wird
auch beim alten Tier das Narkoserisiko auf ein Minimum gesenkt.
Die Erfahrung zeigt, daß das Wohlbefinden und die Lebensqualität gerade der
alten Patienten nach einer Zahnbehandlung deutlich verbessert ist. Die Besitzer
solcher Tiere ärgern sich meist darüber, die Zahnsanierung nicht schon viel
früher durchgeführt haben zu lassen.
Prophylaxe: Wie kann man gegen Zahnstein vorbeugen ?
Die effektivste Maßnahme den Plaque zu entfernen (und das tun wir als Besitzer
mindestens 2 x am Tag) ist das Zähneputzen. Beim Hund, im Welpenalter begonnen,
ist das in vielen Fällen kein Problem, wir haben sogar Katzen in unserer
Tierarztpraxis, bei denen die Besitzer in der Lage sind, die Zähne zu putzen.
Nicht immer muß dies mit einer Zahnbürste sein, die es mittlerweile speziell
für unsere vierbeinigen Patienten gibt, es reicht schon, wenn sie die Zahnpasta
auf ein Stücken Stoff (zB. zerteiltes Geschirrtuch) das um den Finger gewickelt
wird geben und dann mit dem Finger die Zähne putzen. Je öfter sie putzen desto
weniger Zahnbelag, desto weniger Zahnstein.
Für die Fälle in denen das Zähneputzen nicht realisierbar ist, gibt es
verschiedene Produkte die ebenfalls eine Plaquebildung ohne Zähneputzen
verhindern, diese Produkte werden wir Ihnen am Ende des Kapitels vorstellen.
Lassen Sie sich in unserer Tierarztpraxis über die Plaque-prophylaxe beraten,
denn ohne Plaque entsteht kein Zahnstein und die Zähne Ihres Lieblings bleiben
gesund. Darum lassen Sie die Zähne mindesten 2 x im Jahr in unserer
Tierarztpraxis untersuchen, wie es übrigen Ihr Zahnarzt auch für Sie empfiehlt.
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